Gemeinsam den Wiederbeginn wagen

Mit dem Betreuungsverbot seit dem 13. März seid Ihr vor ungewohnte Herausforderungen gestellt worden. Ihr befindet Euch seither im HomeOffice und seid teilweise in der Notbetreuung eingesetzt. Zunächst durften nur Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufen betreut werden. Je nach Einrichtung bedeutet das für euch von 0 bis hin zu über 60 und mehr Kindern, die zu betreuen sind. Mittlerweile ist die Notbetreuung auch für Kinder, bei denen das Kindeswohl gefährdet ist, geöffnet.

Wiederbeginn

Aktuell wird auf vielen Ebenen darüber nachgedacht, welche Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte notwendig sind, um eine weitere schrittweise Öffnung von Kita und Kindertagespflege zu ermöglichen. Familien brauchen dringend Entlastung und trotzdem geht die Gesundheit vor. Zur Zeit bleiben viele Fragen offen und es werden in den kommenden Wochen noch viele Herausforderungen zu meistern sein.

Herausforderungen

Schon heute wird deutlich, dass viele Veränderungen auf Euch zukommen werden, die Einfluss auf Eure bisherige Pädagogik haben. Das Konzept der offenen oder gruppenübergreifenden Arbeit wird vorerst nicht umgesetzt werden können. Vorgaben zu festen Kleingruppen und Betreuung in einem eigenen Raum mit möglichst konstanten Betreuungspersonen haben zwangsläufig Auswirkung auf die Raumgestaltung und die Partizipationsmöglichkeiten der Kinder. In den Einrichtungen, in denen Mitarbeiter*innen zu den Risikogruppen gehören und deswegen in der Betreuung der Kinder nicht eingesetzt werden können, werden sich einzelne Kinder auf andere Bezugserzieher*innen einlassen müssen. Bring- und Abholsituationen verändern sich, da Eltern nur im äußersten Notfall die Einrichtungen betreten dürfen. Durch die stufenweise Aufnahme der Kinder in kleinen Gruppen ändern sich ggfs. die Gruppenzusammensetzungen. Kinder, die vorher miteinander befreundet waren, werden dann nicht unbedingt gemeinsam betreut, dürfen sich aber auch nicht gegenseitig in den Gruppen besuchen.

Konzeptionelle Überprüfung

In den nächsten Tagen und Wochen steht bei Euch die Überprüfung der bisherigen konzeptionellen Arbeit auf dem Plan. Es gilt die bisherige pädagogische Arbeit zu verändern und an die neuen Rahmenbedingungen anzupassen.

Dazu sind folgende Fragen wichtig und hilfreich:

  • Was kommt jetzt für Euch neu dazu? Was müsst Ihr dabei berücksichtigen und dann in die Arbeit integrieren?
  • Was von dem bislang Bewährten könnt Ihr unter den veränderten Bedingungen erhalten und fortsetzen?
  • Wovon müsst Ihr Euch vorerst verabschieden, damit Ihr die Betreuung und pädagogische Arbeit unter den veränderten Rahmenbedingungen umsetzen könnt?
Alle mitnehmen

Die nächsten Wochen werden dadurch geprägt sein, dass Eure Arbeit mit den Kindern und Eltern einerseits und die Teamarbeit andererseits an verschiedenen Schauplätzen stattfinden. Da sind die Kinder, Eltern und Mitarbeiter*innen, die in der Notbetreuung zusammenkommen. Dann gibt es Kinder, Eltern und Mitarbeiter*innen, die aus den unterschiedlichsten Gründen zu Hause sind.

Wenn die Zahlen der zu betreuenden Kinder wieder zunehmen, finde ich es wichtig, zum einen die Familien zu Hause weiterhin miteinzubeziehen und die Kolleg*innen zu Hause im HomeOffice auch nicht zu vergessen. Bewährte und erprobte Kommunikationswege aus den letzten Wochen könnt Ihr fortsetzen, um über Briefe, Telefon und Videokonferenzen weiterhin mit Familien und Kolleg*innen in Verbindung zu bleiben.

Eure Kolleg*innen, die vorerst aus den unterschiedlichsten gesundheitlichen und familiären Gründen nicht wieder in die Einrichtungen zur Arbeit kommen können, gehören auch weiterhin zum Team dazu. Überlegt gemeinsam, wie Ihr im Kontakt bleibt und Eure Zusammenarbeit gestaltet. So könnt Ihr beispielsweise:

  • gemeinsam Aufgaben absprechen, die die Kolleg*innen im HomeOffice ergänzend übernehmen
  • aus dem Alltag mit den Kindern berichten
  • Euch auch weiterhin über Kinder austauschen und Rat beieinander suchen
  • ab und zu einen Besuch am Zaun des Kindergartens abstatten, um den persönlichen Kontakt auf Abstand zu pflegen
  • die Kolleg*innen im HomeOffice über Videokonferenzen mit in die Teamsitzungen einbeziehen und
  • sie am Veränderungsprozess beteiligen.
Stärken nutzen

Nutzt die Gelegenheit Euch über die unterschiedlichen Ressourcen und Stärken im Team bewusst zu werden. Was hat jede*r von euch in dieser Situation und von seiner*ihrer Position heraus einzubringen, das aktuell gewinnbringend für das ganze Team und die pädagogische Arbeit ist? In diesem Bewusstsein fühlt sich jede*r von euch wahrgenommen, gebraucht und gewertschätzt fühlen.

Heute möchte ich den Beitrag mit einem Zitat von Pep Gardiola beenden: „Wir brauchen die ganze Truppe, jeden Spieler des Teams, wenn wir erfolgreich sein wollen.“

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen guten Start in die Woche.

Eure Anja

Tipp:

Online-Seminar für Leitungskräfte: Neues entsteht – Teamprozesse in Zeiten “nach” Corona erkennen und bgleiten

Ltg. Anja Cantzler und Anja Klostermann

Die Veränderungskurve

Neben den „Räumen der Veränderung“ (s. vorherigen Beitrag) gibt es ein weiteres hilfreiches Modell, dass die Vorgänge während eines Veränderungsprozesses verdeutlicht. Es handelt sich um die „Veränderungskurve“ nach Kübler-Ross, die das emotionale Erleben der am Prozess beteiligten Personen fokussiert. Mit Hilfe dieser Kurve lässt sich ableiten, ab wann bei den Mitarbeiter*innen eine Veränderungsbereitschaft entsteht, an der die Führungskraft ansetzen kann. Häufig wird versucht, die Veränderung voranzubringen, ohne die Befindlichkeiten der einzelnen Mitarbeiter*innen zu berücksichtigen. Das führt oftmals dazu, dass der Prozess stagniert oder zum Stillstand kommt. Im Team kommt es dann häufig zu Frustration und Ermüdung. Mit dem Wissen um die verschiedenen Phasen und die damit verbundenen Befindlichkeiten, ist es möglich die Widerstände und Blockaden zu analysieren und sie möglichst zu reduzieren.

Die 7 Phasen der Veränderung

Die Veränderungskurve (s. Abb. oben) teilt einen Veränderungsprozess in 7 Phasen ein:

Nach Ankündigung einer notwendigen Veränderung reagieren die Beteiligten mit Schock. Manchmal ist der Veränderung eine negative Vorahnung vorausgegangen, die dann plötzlich real wird. In dieser 1. Phase fühlen sich die Mitarbeiter*innen handlungsunfähig. Die Dauer und Schwere des Schocks ist davon abhängig, wie betroffen der*die Einzelne von der Veränderung ist.

Auf den Schock folgt dann die Verneinung. In dieser 2. Phase wird die Veränderung zunächst abgelehnt und teilweise verdrängt. Die Person weist die Veränderung von sich mit den Worten: „Das alles betrifft mich sowieso nicht. Das geht nur die anderen etwas an.“ Dies geschieht zunächst aus dem Selbstschutz heraus, sich nicht mit etwas Neuem auseinandersetzen zu müssen.

In der nächsten Phase folgt dann die Trauer, im Einzelfall auch Depression. Die Person befindet sich im sog. Tal der Tränen. Die Veränderungsbereitschaft befindet sich auf dem Nullpunkt. Gefühle wie Wut, Frust und Aggression sind keine Seltenheit. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, die Mitarbeiter*innen hier wieder herauszuholen.

Als nächstes folgt die Phase des innerlichen Abschieds. Das Alte wird losgelassen und die Person setzt sich mit den neuen Gegebenheiten auseinander. Dies geschieht zunächst mehr auf der rationalen Ebene. Die Veränderungsbereitschaft ist auch in dieser Phase weiterhin auf dem Nullpunkt. Ermutigende und motivierende Worte finden in oftmals kein Gehör.

Erst in der 5. Phase wird die beginnende Akzeptanz für die Veränderung spürbar. Der*Die Mitarbeiter*in lässt sich langsam auf die neue Situation ein. Der Grad der Veränderungsbereitschaft erhöht sich. Für die Führungskraft bietet sich erst dann die Möglichkeit, den Veränderungsprozess richtig anzustoßen, indem sie Perspektiven und mögliche Wege aufzeigt.

Daran schließt sich die Phase des Ausprobierens an. Die Mitarbeiter*innen geben dem Neuen eine Chance und können der Veränderung sogar etwas Gutes abgewinnen. Es wird nach Wegen gesucht und experimentiert.

Mit der 7. Phase, der Integration, haben sich alle am Prozess Beteiligten mit der neuen Situation, den neuen Rollen und den veränderten Strukturen vertraut gemacht. Die Veränderung wird als Normalität empfunden und angenommen. Es kehrt ein Gefühl von Sicherheit und Zufriedenheit ein. Das Team ist in einer neuen Handlungsfähigkeit und Produktivität angekommen – bis zur nächsten Veränderung. 😉

Einladung zur Selbstreflexion

Kommen Euch diese Phasen bekannt vor? Wo steht Ihr gerade? Wie habt Ihr den Schock überstanden? Liegt das Tal der Tränen hinter Euch? Mit welchen Gefühlen seid Ihr gerade unterwegs? Könnt Ihr schon wieder nach vorne schauen? Was probiert Ihr gerade aus? Wisst Ihr schon, wie die Veränderung sich in Euren Alltag integrieren lässt? Schaut gut auf den Prozess, in dem Ihr gerade mit eurem Team steckt und gebt den einzelnen Phasen den Raum, den sie brauchen.

Ich wünsche Euch viel Kraft und ein gutes Miteinander

Eure Anja

P.S.: Bist Du als Leitung tätig und auf der Suche nach einem Online-Seminar, das Dich dabei unterstützt, gemeinsam mit Deinem Team einen guten Weg für die pädagogische Arbeit in verrückten Zeiten zu entwickeln. Dann findest Du hier weitere Informationen:

Gerne könnt Ihr Euch auch auf meiner Seite Online-Coaching über meine Angebote zur Begleitung von Pädagogischen Fachkräften und Leitungskräften erkundigen.

Teamarbeit im HomeOffice (2) – Gedanken, Impulse, Ideen und Anregungen

Photo by Canva Studio on Pexels.com

Seit 5 Wochen befinden sich viele von Euch im HomeOffice und diejenigen von Euch, die in der Notbetreuung eingesetzt sind, treffen nur begrenzt ihre Kolleg*innen. Aus dieser Situation heraus stellt sich die berechtigte Frage, wie Teamarbeit unter diesen Voraussetzungen stattfindet.

Erst einmal Jede*r für sich

Dazu hatte ich einen interessanten Austausch über Zoom mit Leitungskräften und Fachkräften aus den verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens. Während dieser Gespräche wurde mir deutlich, wie viele von Euch die Zeit im HomeOffice sehr gewissenhaft nutzen. Ihr schreibt Bildungsdokus, haltet auf unterschiedlichste Weise Kontakt zu Kindern und Eltern, plant die weitere pädagogische Arbeit und bildet Euch zu verschiedenen Themen fort. In einigen Einrichtungen kommen Expertinnen wie Sprachbildungskräfte, Inklusionsfachkräfte, Elternbegleiter*innen dazu, Ihr Wissen aufbereitet und gewinnbringend an die Kolleg*innen im Team weiterzugeben. Eine Sprachbildungskraft gestand im Austausch, dass sie dieser Zeit viel positives abgewinnen kann, da die Kolleg*innen gerade Zeit haben und sich mit diesem Thema viel intensiver beschäftigen können als im bisherigen Alltag.

Die meiste Zeit seit Ihr jedoch durch HomeOffice auf Euch gestellt und dadurch fehlt vielen von Euch der Austausch, die Begegnung und der Kontakt zu den Kolleg*innen. Viele arbeiten und füllen die Tage mit wichtigen Inhalten und Aufgaben, es fehlt aber häufig die Gemeinsamkeit im Tun bzw. die gemeinsame Vision. Eine Leiterin fasste ihre Erkenntnis diesbezüglich wie folgt zusammen: „Im Moment sind wir kein Team, sondern eher eine Gruppe von Fachkräften, wo jede*r für sich arbeitet und seine Aufgaben erledigt.“

Das “Wir” ist wichtig

Ich vermute, dass es im Moment vielen Teams so geht. Dabei ist es gerade jetzt wichtig, genau hinzuschauen und heraus zu finden, was Eure gemeinsame Vision ausmacht. An welchem gemeinsamen Ziel arbeitet Ihr gerade? Wie könnt Ihr Euer Wir-Gefühl stärken? Was bringt Euch trotz Abstand und Vereinzelung näher zusammen? Wie holt Ihr insbesondere die Kolleg*innen mit ins Boot, die aufgrund einer eigenen Gefährdung oder aufgrund von Kinderbetreuung, zu Hause bleiben müssen und nicht in die Notbetreuung mit eingebunden werden können?

Einige Teams nutzen aktuell vermehrt Medien und Plattformen wie WhatsApp, Telegram, Facebook, Zoom, Skype, Microsoft Teams, Emails o.ä., um miteinander im Kontakt zu bleiben. In der Praxis gestaltet sich das beispielweise wie folgt:

  • Für manche Kolleg*innen beginnt der Tag mit einer Begrüßungsmail von der Leitung mit einer kleinen Anregung zum Lesen
  • Jede*r gibt am Ende des Tages eine kurze Rückmeldung über beispielsweise WhatsApp, womit er*sie sich den Tag beschäftigt hat und was er*sie daran interessant fand oder ihn*sie daran begeistert hat.
  • Diese Kurznotizen können mit den Fotos der Teammitglieder als Collage an einer großen Wand in der Kita zusammengeführt werden. Am Ende der Woche macht die Leitung hiervon ein Foto, das sie den KollegInnen schickt. Damit visualisiert Ihr Eure gemeinsame Entwicklung. Darauf könnt Ihr Eure zukünftige Arbeit weiter aufbauen.
  • Ihr könnt auch gemeinsame Themen und Inhalte verabreden z.B. einen Vortrag über YouTube, den Ihr bis zu einem vereinbarten Zeitpunkt anschaut und Euch dann darüber in einer videogestützten Konferenz austauscht.
  • Trefft Euch in videobasierten Meetings auf Kleingruppen oder Großteamebene, um die weitere Arbeit zu planen und vorzubereiten. Wichtige anstehende Themen, werden der Umgang mit den Regeln zum Infektionsschutz und die Gestaltung der Eingewöhnungszeit sein.
  • Weitere wichtige Teamthemen sind die Einarbeitung von neuen Kolleg*innenbzw. die Verabschiedung von Mitarbeiter*innen. Wie kann das möglichst zufriedenstellend für die Beteiligten umgesetzt werden?
  • Nutzt das im Team verankerte Expertenwissen von Sprachbildungskräften, Inklusionsfachkräften und Elternbegleiterinnen, um Euch gemeinsam mit grundlegendem Fachwissen zu beschäftigen. Möglicherweise können einige von Euch auch Wissen aus zurückliegenden Seminaren aufarbeiten und den Kolleginnen zur Verfügung stellen.
Den informellen Kontakt pflegen

Neben der fachlichen Seite darf auch die Psychohygiene im Team nicht zu kurz kommen. Der informelle Austausch und das Wissen um die Befindlichkeit der anderen hat etwas Verbindendes. Hier ein paar Anregungen und Ideen dazu:

  • Nehmt den Hörer in die Hand und fragt Eure Kolleg*innen, wie es Ihnen geht.
  • Sucht auch Kontakt zu Kolleg*innen, mit denen Ihr sonst nicht so viel zu tun habt, damit diese Euch nicht ganz aus den Augen geraten.
  • Verabredet Euch über Zoom, Skype oder ähnliches einfach mal zum Frühstück oder Kaffee.
  • Bringt dem*der Kolleg*in ein Geburtstagsständchen oder schreibt eine Postkarte.
  • Manche Kolleg*innen machen über Zoom auch einfach Sport oder Yoga zusammen.
  • Dreht ein kleines Handy Video, in dem Ihr den Kolleg*innen mitteilt, was Ihr an Eurem Team besonders schätzt, was Ihr vermisst und worauf Ihr Euch in der Zukunft wieder freut. Teilt diese Videos über WhatsApp oder andere Messenger Dienste.
Die Zentrale Rolle der Leitungskräfte

Bei der Teamentwicklung nimmt die Leitung von jeher eine zentrale Rolle ein. In der aktuellen Situation ist sie gerade jetzt ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Als Leitung hat sie ein offenes Ohr für Eure Sorgen und Nöte. Obwohl sie oftmals selbst nicht genau weiß, wie es weitergeht, versucht die Leitungskraft Euch Halt und Orientierung zu geben. In Ihrer Rolle als wichtiges Bindeglied zum Träger, versorgt sie Euch mit Informationen.

Nach der Aufhebung des Lockdowns werden viele Aufgaben und Herausforderungen auf die Kindertagesstätten, Krippen und Großtagespflegestellen zukommen. Die Zeit, die Eure Leitungskräfte jetzt mit Euch in die Teamentwicklung investieren, ist wichtig und wertvoll.

Sobald sich weitere Entwicklungen und Tendenzen bezüglich der weiteren Öffnung der Kindertagesstätten, Krippen und Großtagespflege abzeichnen, werde ich einen weiteren Erfahrungsaustausch über Zoom anbieten, um mit Euch zu überlegen, wie sich Teamentwicklung dann im Einzelnen gestalten lässt.

Jetzt wünsche ich allen erst einmal ein schönes Wochenende und überlegt Euch welchen Wunsch Ihr Euren Kolleg*innen für dieses Wochenende mit auf den Weg geben wollt.

Genießt das Wochenende und tut Euch etwas Gutes.

Eure Anja

Teamarbeit im HomeOffice (1) – Kriterien einer erfolgreichen Teamarbeit

Photo by Andrea Piacquadio on Pexels.com

In Kita, Krippe und Großtagespflege treffen verschiedene Menschen aufeinander, die als Team zusammenarbeiten. Kooperative Teamarbeit und wertschätzende Teamkultur sind keine Selbstläufer. Schon im regulären Alltag, ohne Notbetreuung und HomeOffice, ist dies eine Aufgabe, bei der die Beteiligung und Mitgestaltung aller Teammitglieder erforderlich ist.

Kriterien für ein gutes Team

Was macht also eine gute Teamarbeit im Allgemeinen aus? Hierzu habe ich die wesentlichen Kriterien zusammen getragen:

1. Das Team hat eine gemeinsame Vision und arbeitet auf ein gemeinsames Ziel heraus, dadurch entsteht ein Zusammengehörigkeitsgefühl.

Dazu gibt es eine schöne Geschichte von drei Bauarbeitern, die auf derselben Baustelle arbeiten und gefragt werden, was sie da tun. Darauf antwortet der erste: „Ich behaue die Steine.“ Der zweite sagt: „Ich mauere eine Wand.“ und der dritte erklärt: „Ich baue mit den anderen einen Dom.“ Die dritte Person in dieser Geschichte kennt die Vision und das Ziel seines Tuns, anders als die beiden anderen. Diese Geschichte ist im Original im Verlag Andere Zeiten erschienen. Die Bezugsquelle ist den angefügten Buchtipps zu entnehmen.

2. Gute Teamarbeit basiert auf einer guten Organisation, bei der jedes Teammitglied weiß, wann es was tut bzw. tun muss, um die gemeinsamen Ziele und Visionen zu erreichen.

3. Ein weiteres Kriterium ist das gemeinsame Verantwortungsgefühl für den Gesamterfolg, d.h. jede*r trägt seinen*ihren Teil zur Bewältigung der anstehenden Arbeit bei.

4. Jedes Teammitglied bringt seine Stärken und Kompetenzen in den Arbeitsprozess ein und übernimmt so eine wichtige Rolle im Team. Dadurch entsteht im besten Fall ein Hand-in-Hand-Arbeiten, dass zum gemeinsamen Erfüllen der Aufgaben und Erreichen der Ziele beiträgt. In diesem Zusammenhang arbeite ich gerne mit dem Rollenmodell nach Belbin, dass ich in meinem Buch: „Gruppenleitung in der KiTa“ näher erläutert habe.

5. Alles in allem herrscht in einem guten Team eine respektvolle Arbeitsatmosphäre, bei der sich jede*r mit seinen*ihren Ideen aber auch mit seinen Bedenken einbringen kann und jede*r den Ideen und Bedenken der anderen Teammitglieder gegenüber aufgeschlossen ist.

6. Eine gute Teamarbeit steht und fällt mit einer transparenten Kommunikation, dies beinhaltet, dass jedes Teammitglied Zugang zu den Informationen hat, die es braucht, um seine Aufgaben möglichst optimal ausführen zu können.

7. In jedem Team kommt es immer wieder zu Konflikten. Gute Teamarbeit zeichnet sich durch den konstruktiven Umgang mit Konflikten aus, d.h. dass Unstimmigkeiten möglichst zeitnah angesprochen werden und dann gemeinsam nach Lösungen gesucht wird.

8. Teams setzen sich aus unterschiedlichen Personen und Persönlichkeiten zusammen. Diese Diversität wird in einer guten Teamarbeit als Ressource und Bereicherung verstanden. Dadurch wird es möglich etablierte Strukturen und Arbeitsabläufe in Frage zu stellen und nach Bedarf zu verändern.

9. Konstruktives Feedback ist der Schlüssel zur Weiterentwicklung einzelner Teammitglieder und bildet die Grundlage dafür, die Arbeit gemeinsam zu verbessern.

10. Zu guter Letzt sollte ein gutes Team auch immer seine Erfolge feiern, das lenkt den Blick auf das, was geschafft wurde. Dies stärkt das Wir-Gefühl und wirkt sich mit Blick in die Zukunft motivationsfördernd aus.

Gut gewappnet für Herausforderungen

Für jedes Team bedeutet die aktuelle Situation, mit all ihren Unwägbarkeiten und Veränderungen, eine besondere Herausforderung.

Bei näherer Betrachtung liegt die Vermutung nahe, dass den Teams, die auch vor dieser außergewöhnlichen Situation schon viele dieser Kriterien erfüllt haben, es heute um einiges leichter fällt, gemeinsam mit den veränderten und ungewohnten Arbeitsbedingungen umzugehen.

Die Arbeit in den Notgruppen und im HomeOffice fordern die Leitungskräfte im speziellen, die Pädagogischen Fachkräfte im einzelnen und die Teams als gesamtes heraus. Es gilt neue Strukturen zu entwickeln und trotz räumlicher Trennung als Team mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen weiterhin konstruktiv zusammen zu arbeiten.

Wie das im Einzelnen aussehen kann, erörtere ich im nächsten Beitrag.

Sonnige Grüße

Eure Anja

Buchtipps:

Typisch – Geschichten für andere Zeiten (Verlag andere Zeiten)

https://www.anderezeiten.de/bestellen/bucher/typisch-kleine-geschichten-fur-andere-zeiten.html

Oh – Noch mehr Geschichten für andere Zeiten (Verlag andere Zeiten)

https://www.anderezeiten.de/bestellen/bucher/oh-noch-mehr-geschichten-fur-andere-zeiten.html

Anja Cantzler: Gruppenleitung in der Kita (Vandenhoeck & Rupprecht Verlag)

https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/gruppenleitung

Praxisanleitung zwischen Notbetreuung und HomeOffice

Photo by cottonbro on Pexels.com

Die Bedeutung der Praxisanleitung für die Qualifizierung des frühpädagogischen Personals ist unbestritten. Die konkrete Unterstützung künftiger Fachkräfte hinsichtlich der Entwicklung ihrer Handlungskompetenzen in der Praxis ist immens wichtig. Wie aber lässt sich in Zeiten von Notbetreuung und HomeOffice ein gutes Mentoring für die angehenden Fachkräfte gestalten?

Einsatz in der Notbetreuung

Einige der angehenden Fachkräfte (Studierende) werden gemeinsam mit Ihren Praxisbegleiterinnen (Mentor*innen) in der Notbetreuung eingesetzt. Auf diese Weise bleibt der*die Studierende im Kontakt mit Kinder und Eltern und kann verschiedene konkrete Aufgaben übernehmen und bearbeiten.

In Absprache mit dem*der Mentor*in kann er*sie verschiedene Beobachtungsaufgaben durchführen, um heraus zu finden, welche Themen das einzelne Kind gerade besonders beschäftigt. Da aktuell viele Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen in KiTa und Kindertagespflege sind, sollte sich der*die Studierende explizit mit möglichen Ängsten der Kinder beschäftigen, um hier eine besondere Feinfühligkeit zu entwickeln. KiTa und Kindertagespflege bilden für die Kinder einen wichtigen “sicheren Ort”, an dem ihre Ängste und Sorgen ernst genommen werden und an dem sie durch Spiel und schöne Dinge auf andere Gedanken kommen können.

Ein weiteres wichtiges Feld eröffnet sich für die Studierenden durch die Kinder, die aufgrund von drohender Kindeswohlgefährdung in KiTa und Kindertagespflege wieder verstärkt betreut werden. Die Beschäftigung mit §8a und dessen Umsetzung in der Praxis können hier Themen für die Erarbeitung, Vertiefung und Reflexion sein. Der gezielte Umgang mit diesen Kindern eröffnet den Studierenden ein intensives Erprobungsfeld für die Entwicklung verschiedener Handlungsstrategien mit belasteten und ggfs. auch traumatisierten Kindern.

Die Präsenszeiten in der KiTa, in denen je nach Situation keine Kinder anwesend sind, sollten zur Vor- und Nachbereitung der Notbetreuung und zur gemeinsamen Reflexion von Studierenden und Mentor*innen genutzt werden.

Aufgaben im HomeOffice

Ergänzend zum Einsatz in der Notbetreuung bzw. da wo keine Notbetreuung nötig ist, gilt es gut zu überlegen, womit sich der*die Studierende im Einzelnen im HomeOffice beschäftigen kann. Meines Erachtens bieten sich dazu folgende Themen und Inhalte:

  • Verfassen von Entwicklungsberichten
  • Fertigstellung von Bildungs- und Lerngeschichten
  • Schreiben von Facharbeiten
  • Bearbeitung diverser schulischer Aufgaben (falls vorhanden)
  • Lesen von Fachtexten z.B. zum Thema Kinderängste, kindgerechte Erklärungsansätze zur aktuellen Situation, Unterstützung von Eltern in Grenzsituationen, Traumatisierte Kinder etc.
  • Hören und Sehen von Fachvorträgen im Internet
  • Teilnahme an Online Fortbildungen
  • Erarbeitung von kleinen Spiel-/ Bastelanregungen für die Kinder zu Hause
  • Verfassen von Briefen und Newsletter für die Kinder und Eltern mit Spielen, Anregungen, Liedern, Bastelangeboten etc.
  • etc.

Diese Liste ist beliebig erweiterbar. Studierenden und Mentor*innen wird noch vieles mehr einfallen. Im Anschluss an diesen Beitrag findet Ihr im Datei-Download eine Liste mit Links. Hier habe ich einige interessante Quellen zusammengetragen, mit denen sich angehende Fachkräfte und ausgebildete pädagogische Fachkräfte in KiTa und Kindertagespflege im HomeOffice weiterbilden können.

Anleitung und Reflexion im HomeOffice

In vielen Situationen haben die angehende Fachkraft und die Praxisbegleiterin keine direkten Begegnungen in der KiTa oder Tagespflege. Dann ist die Begleitung, unter Beachtung der Kontaktsperre, anders zu organisieren. Hier kommen dann Medien wie Telefon, WhatsApp, Facebook, Email oder Videokonferenzen zum Einsatz.

Wichtig ist, dass Studierende und Mentor*in sich gemeinsam einen verlässlichen und strukturierten Rahmen für Anleitung und Reflexion schaffen.

Zu Beginn der Woche ist es daher sinnvoll, dass es einen Termin gibt, an dem gemeinsam überlegt wird, womit sich der*die Studierende im Laufe der Woche schwerpunktmäßig beschäftigt. Die Berufspraktikannt*innen und PiAs im dritten Jahr stehen gerade kurz vor ihren Abschlüssen. Daher sollten sie zum einen Zeit eingeräumt bekommen, um ihre Facharbeiten und Abschlussprüfungen gut vorbereiten zu können. Zum anderen können sie sich zum jetzigen Zeitpunkt in Absprache selbst Aufgaben und Inhalte suchen, gemäß der Verselbständigungsphase in der sie sich befinden, um ihre eigene Professionalität voran zu bringen. Hierfür sollte der*die Mentor*in dem*der Studierenden vertrauensvoll die Verantwortung in die Hände legen. Am Ende der Woche schließt sich dann ein gemeinsames Reflexionsgespräch über die Inhalte und den Verlauf dessen, was sich der*die Studierende erarbeitet hat, an.

Andere Praktikannten und PiAs in den früheren Ausbildungsabschnitten brauchen konkretere Vorgaben, was Sie im Einzelnen be- und erarbeiten können. Sie müssen oftmals schrittweise an diese selbständige Arbeitsweise herangeführt werden. Je nach Wissensstand, Alter und Persönlichkeit der Studierenden sind neben dem Planungsgespräch zu Beginn der Woche und einer Reflexion zum Ende der Woche, weitere Termine unter der Woche, eventuell auch regelmäßig jeden Vormittag, wichtig.

So oder so ist von dem*de Mentor*in viel Phantasie und Kreativität gefragt, um die fehlende Arbeit mit Kindern und Eltern zu kompensieren.

Interesse an Austausch?

Habt ihr Interesse daran, gemeinsam zu überlegen, welche Möglichkeiten sich in Eurer Praxis bieten, ein Mentoring aus dem Home Office heraus zu gestalten? Dann meldet Euch über den unten stehenden Button: “Anmeldung/ Weitere Informationen” dazu an. Ich freue mich auf Euch.

Eure Anja

Termine und Themen:
Erfahrungsaustausch über Zoom

Donnerstag, 16.04.2020 15.00-17.00 Uhr Die Pädagogische Fachkraft im HomeOffice (kostenfrei)

Freitag, 17.04.2020 15.00 – 17.00 Praxisanleitung aus dem HomeOffice (kostenfrei)

Bei Interesse an der Teilnahme meldet Euch über den Button bei mir an und teilt mir über das jeweilige Stichwort: “Pädagogische Fachkraft” oder “Praxisanleitung” mit, an welchem Erfahrungsaustausch Ihr teilnehmen wollt.

Weitere Informationen zu den Zoom – Meetings
Datei – Download:
Links für die persönliche Weiterbildung nicht nur für angehende Fachkräfte/ Studierende (pdf)

Die Pädagogische Fachkraft im HomeOffice

Photo by fauxels on Pexels.com

Mittlerweilen befinden wir uns in Woche 5 nach Schließung von KiTa und Kindertagespflege. Viele von Euch pendeln entweder zwischen Notbetreuung und HomeOffice oder arbeiten ausschließlich im HomeOffice.

Neue und ungewohnte Arbeitswelten

Arbeiten im Home Office war für dieses Arbeitsfeld bis vor Kurzem fast undenkbar. Üblicherweise passt Euer Alltag ja nicht in ein HomeOffice. Bis vor Kurzem ward Ihr jeden Tag im engen Kontakt mit vielen Kindern, Eltern und Kolleg*innen, mittendrin im prallen Leben und gefordert von einem abwechslungsreichen und vielseitigen Alltag. Viele von Euch wussten oftmals nicht, wo ihnen der Kopf stand und was sie zuerst tun sollten.

Und von heute auf morgen ist alles anders. In den Notgruppen sind oftmals nur wenige bis gar keine Kinder. Ihr habt auf einmal mehr Zeit für diese wenigen Kinder und könnt Euch voll und ganz auf deren Bedürfnisse konzentrieren. In den kinderfreien Zeiten, in denen Ihr trotzdem Präsenzpflicht in der Einrichtung habt, wird geräumt, sotiert, geputzt und alles, was in den letzten Monaten liegen geblieben ist, nachbereitet.

Dazu kommen die Zeiten im HomeOffice. In den wenigsten Einrichtungen wurde diese Arbeitsform für Vor- und Nachbereitungen bislang ermöglicht. Bislang hattet Ihr täglich viele Menschen um Euch. Wie ist es jetzt für Euch, auf einmal auf euch selbst gestellt zu sein? Ihr kommt aus gefüllten Tagen, an denen, dass was Ihr geplant hattet, durch die Geschehnisse des Alltags eigentlich nie nach Plan verlief. Womit füllt Ihr jetzt Eure Tage? Welche Aufgaben könnt Ihr im HomeOffice erledigen? Wie erlebt Ihr Arbeitszufriedenheit auch ohne direkte Begegnung mit den Kindern? Wie bleibt Ihr im Kontakt mit Euren Kollegen und Kolleginnen? Wie kann eine Leitungskraft trotz räumlicher Distanz zu den einzelnen Mitarbeiter*innen, die Fäden in der Hand behalten?

Um die Beantwortung dieser Fragen soll es diese Woche in diesem Blog gehen. Ergänzend hierzu gibt es Donnerstag- und Freitagnachmittag über Zoom eine Möglichkeit zum Austausch. Nähere Informationen findet Ihr weiter unten im Anschluss an diesen Beitrag.

Tipps für die Arbeit im HomeOffice

Eure Ausgangsbedingungen werden diesbezüglich ganz unterschiedlich sein und somit auch die konkrete Umsetzung und Ausgestaltung für die Arbeit von Zuhause aus. Zum einen habt Ihr ganz verschiedene räumliche Rahmenbedingungen und technische Möglichkeiten. Zum anderen ist es ein großer Unterschied, ob Ihr alleine, mit Partner oder im familiären Kontext lebt.

So oder so gibt es ein paar Grundregeln, die es zu beachten gilt, um möglichst gut und produktiv durch den Arbeitstag zu kommen. Ihr könnt Euch diese Grundregeln als Kurzübersicht als Datei-Download im Anschluß an diesen Beitrag als pdf herunterladen.

Zunächst einmal richtet Euch einen festen Arbeitsplatz ein, den Ihr möglichst nur für die Arbeitszeit nutzt. Überlegt genau, wo für Euch eine gute Arbeitsatmosphäre besteht und Ihr Euch auf Eure Arbeit gut konzentrieren könnt. Versucht dabei möglichst Arbeit und Entspannung voneinander räumlich zu trennen.

Desweiteren ist es hilfreich, sich eine Tagesstruktur zu schaffen mit festen Anfangs-, End- und Pausenzeiten. Überlegt Euch, was Ihr an diesem Tag tun wollt und nehmt Euch nicht zuviel vor. Wenn am Ende des Tages noch zuviel auf der To-Do-Liste steht, führt das zu Frust. Erfreut Euch an dem, was Ihr an dem Tag geschafft habt.

Überlegt gut, mit welcher Kleidung eine gute Arbeitshaltung gefördert und unterstützt wird. Vielen hilft es, sich so anzuziehen und fertig zu machen, als ob sie zur Arbeit gingen. Wenn Ihr bislang Morgens ein kleines Ritual hattet, bevor Ihr zu Arbeit gefahren oder gegangen seid, führt dies auch jetzt fort, um ein bisschen Routine aufrecht zu erhalten.

Versucht die “Störfaktoren” Haushalt, Familie und Freunde weitestgehend zu minimieren. Arbeitszeit ist Arbeitszeit und die Wäsche könnte auch nicht aufgehängt werden, wenn Ihr in der KiTa wärt. Wenn Eure Kinder nicht allzu jung sind, könnt Ihr Zeiten mit ihnen vereinbaren, in den sie sich selbst beschäftigen. Findet Absprachen mit den Partner*innen, falls diese in diesen Zeiten ebenfalls von zu Hause aus arbeiten. Private Telefonate, WhatsApp oder Facebook gehören nicht in die Arbeitszeit, nutzt hierfür die Pausen oder den Feierabend.

Die Pausen sind für einen Arbeitstag wichtige Kraftquellen Das gilt auch für die Arbeit im HomeOffice. Plant feste Pausen ein und gestaltet diese bewusst und sinnvoll. In Ruhe eine Tasse Kaffee trinken, mit dem Hund spazieren gehen, Mittagessen etc. sind einige Ideen hierzu.

Um den Arbeitstag sinnvoll zu nutzen, setzt Euch zu Beginn des Tages hin und überlegt Euch, welche Hauptaufgabe an diesem Tag im Fokus stehen soll. Das Ziel besteht darin, dass diese Aufgabe am Ende des Tages erledigt ist. Ergänzend könnt Ihr noch zwei bis drei kleinere Aufgaben mit auf die To-Do-Liste schreiben. Nehmt Euch aber nicht zuviel vor, damit Ihr am Ende des Tages Eure Erfolge und das Erledigte feiern könnt.

Setzt Euch Prioritäten, was bis wann zu erledigen ist. Dabei kann Euch das Eisenhower Modell sehr hilfreich sein. Es handelt sich um ein Modell, dass ein amerikanischer Präsident entwickelt hat. Er ordnete seine Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit in eine Matrix ein, um davon abzuleiten, was als nächstes ansteht und zu tun ist. Dieses Modell finde ich auch für die alltägliche Praxis – außerhalb von HomeOffice – sehr hilfreich.

Ein häufiger Stolperstein beim Zeitmanagement ist die Fehleinschätzung, wieviel Zeit für die Erledigung einer Aufgabe benötigt wird. Deswegen ist es sinnvoll für die einzelnen Aufgaben, sich gezielt feste Zeitfenster zu setzen und diese einzuhalten. Ist eine Aufgabe in der geplanten Zeit noch nicht fertig gestellt, dann legt diese Aufgabe trotzdem beiseite und macht erst einmal etwas anderes. Plant die Beendigung der Aufgabe zu einem späteren Zeitpunkt wieder ein.

Mit diesen Tipps lässt sich die Arbeit im HomeOffice recht gut gestalten und strukturieren. Viele von Euch werden für sich erste Wege in den letzten Wochen gefunden haben, die Zeit gut zu nutzen. Vielleicht findet Ihr ja hier noch ergänzende Anregungen, um Euren Arbeitsalltag zu optimieren.

Interesse an Austausch?

Wer jetzt Lust und Interesse hat, mit mir und anderen pädagogischen Fachkräften über Zoom in den Erfahrungsaustausch über das Arbeiten im HomeOffice zu kommen, kann Kontakt über den unten stehenden Button “Anmeldung/ Weitere Informationen” mit mir aufnehmen.

Ich freue mich auf einen angeregten Austausch.

Eure Anja

Datei-Download: Tipps fürs HomeOffice (pdf)

Termine und Themen:
Erfahrungsaustausch über Zoom

Donnerstag, 16.04.2020 15.00-17.00 Uhr Die Pädagogische Fachkraft im HomeOffice

Freitag, 17.04.2020 15.00 – 17.00 Praxisanleitung aus dem HomeOffice

Bei Interesse an der Teilnahme meldet Euch über den Button bei mir an und teilt mir über das jeweilige Stichwort: “Pädagogische Fachkraft” oder “Praxisanleitung” mit, an welchem Erfahrungsaustausch Ihr teilnehmen wollt.

Online – Workshop

Darüber hinaus plane ich in der nächsten Zeit einen Online-Workshop zum Thema: “Zeitmanagement mit dem Eisenhower Prinzip”. Wer sich hierfür interessiert, kann sich auch über den Button unverbindlich bei mir melden. Stichwort: “Online- Workshop Zeitmanagement”

Sobald Termin und Programm stehen, melde ich mich und unterbreite ein Angebot.