In meinem Seminar „Gefühle, Bedürfnisse und Grenzen – eine Einführung in die bedürfnisorientierte Pädagogik“ an der Franz-Hitze-Akademie in Münster haben wir nicht nur über Pädagogik gesprochen. Immer wieder landeten wir bei gesellschaftlichen Fragen: Wie wollen wir miteinander umgehen? Welche Vorstellungen von Menschsein prägen unser Handeln? Und was hat das alles mit Demokratie zu tun?
Diese Zusammenhänge sind keineswegs neu. Reformpädagogische Ansätze standen schon immer in einem Spannungsverhältnis zu gesellschaftlichen Machtverhältnissen. Wer Kinder nicht als Objekte betrachtet, sondern als Menschen mit eigenen Bedürfnissen, Rechten und Perspektiven, stellt auch bestehende Hierarchien in Frage. Das war beispielsweise bei Janusz Korczak so und bei vielen anderen Reformpädagoginnen und Reformpädagogen ebenfalls.
Reformpädagogik war und ist nicht unpolitisch
Deshalb überrascht es mich nicht, dass bedürfnisorientierte Pädagogik heute erneut zum Gegenstand heftiger Kritik wird. Neu für mich ist allerdings die zunehmende politische Schärfe, mit der diese Kritik teilweise vorgetragen wird.
Wer die aktuellen Debatten verfolgt, begegnet immer wieder denselben Vorwürfen. Bedürfnisorientierung sei zu nachgiebig. Kindern würden keine Grenzen gesetzt. Erwachsene verlören ihre Autorität. Manche machen solche pädagogischen Ansätze sogar für gesellschaftliche Entwicklungen verantwortlich, die sie ablehnen.
Mich interessiert dabei weniger die Polemik als die Frage, welches Menschenbild hinter solchen Aussagen steht. Wenn Kinder vor allem Gehorsam lernen sollen, wenn Disziplin über Beziehung gestellt wird und wenn Autorität vor allem als Durchsetzung von Macht verstanden wird, dann steckt dahinter eine bestimmte Vorstellung von Gesellschaft. Es ist die Vorstellung, dass Stabilität vor allem durch Anpassung entsteht.
Worum es bei der Bedürfnisorientierung tatsächlich geht
Dem steht ein anderes Verständnis gegenüber. Bedürfnisorientierte Pädagogik geht davon aus, dass Kinder sich am besten entwickeln, wenn sie sichere Beziehungen erleben, ernst genommen werden und die Erfahrung machen, dass ihre Gedanken und Gefühle Bedeutung haben. Das bedeutet nicht, dass Kinder alles bestimmen oder keine Grenzen erfahren. Im Gegenteil: Grenzen gehören zum Zusammenleben dazu. Die entscheidende Frage ist, wie sie vermittelt werden.
Zwischen einer Grenze, die aus Macht gesetzt wird, und einer Grenze, die in Beziehung erklärt und begleitet wird, besteht ein großer Unterschied.
In den Diskussionen während des Seminars wurde immerwieder deutlich, wie sehr viele Eltern, pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte mit diesem Spannungsfeld ringen. Sie wollen Kindern respektvoll begegnen und gleichzeitig Orientierung geben. Sie suchen nach Wegen, Konflikte zu begleiten, ohne zu beschämen oder einzuschüchtern. Das sind keine Fragen von Beliebigkeit, sondern hier geht es darum Verantwortung zu übernehmen.
Warum die Debatte politisch ist
Aus meiner Sicht lohnt es sich deshalb, genauer hinzusehen, wenn politische Bewegungen wieder verstärkt nach „harter Erziehung“, mehr Disziplin oder einem vermeintlich verlorenen Respekt vor Autoritäten rufen. Solche Forderungen sind selten nur pädagogische Positionen. Sie transportieren häufig auch Vorstellungen darüber, wie Gesellschaft organisiert sein soll.
Wer gesellschaftliche Probleme vor allem mit mehr Kontrolle, mehr Gehorsam und strengeren Hierarchien beantworten möchte, blickt meist auch auf Kinder mit einer entsprechenden Haltung. Umgekehrt setzt Bedürfnisorientierung auf Beziehung, Beteiligung und die Fähigkeit von Menschen, Verantwortung zu übernehmen.
Das macht die Debatte um Erziehung zu einer Debatte über Demokratie.
Demokratie beginnt nicht erst im Wahllokal
Demokratie lebt nicht davon, dass Menschen gehorchen. Sie lebt davon, dass Menschen urteilsfähig sind, Verantwortung übernehmen und unterschiedliche Interessen aushandeln können. Sie lebt von Empathie, Konfliktfähigkeit und der Bereitschaft, andere Perspektiven ernst zu nehmen.
Diese Fähigkeiten entstehen nicht erst im Erwachsenenalter. Sie entwickeln sich in Beziehungen – in Familien, Kitas, Schulen und überall dort, wo Kinder die Erfahrung machen, dass ihre Würde geachtet wird.
Ein Kind, das erlebt, dass seine Sichtweise gehört wird, lernt auch anderen zuzuhören. Ein Kind, das Konflikte respektvoll begleitet erlebt, entwickelt andere Strategien als ein Kind, das vor allem Angst vor Strafe hat. Solche Erfahrungen prägen weit über die Kindheit hinaus.
Eine Frage des Menschenbildes
Deshalb halte ich bedürfnisorientierte Pädagogik nicht für einen pädagogischen Trend, sondern für einen wichtigen Beitrag zu einer demokratischen Kultur. Sie ist keine Garantie für eine bessere Gesellschaft. Aber sie schafft Bedingungen, unter denen Kinder lernen können, sich selbst und andere ernst zu nehmen.
Die Angriffe auf bedürfnisorientierte Pädagogik sind deshalb oft mehr als fachliche Auseinandersetzungen über Erziehungsmethoden. Sie berühren grundlegende Fragen unseres Zusammenlebens: Vertrauen wir Menschen die Fähigkeit zur Verantwortung zu? Glauben wir, dass Respekt durch Angst entsteht oder durch Beziehung? Wollen wir Anpassung fördern oder Selbstständigkeit?
Die Frage, wie wir mit Kindern umgehen, ist deshalb immer auch eine politische Frage. Denn in du entscheidest mit, welche Vorstellungen von Zusammenleben wir an die nächste Generation weitergeben.
Lass uns gemeinsam einstehen für den Erhalt unserer Demokratie
Die Gewalt gegenüber Kindern in Kindertageseinrichtungen ist ein sehr ernstes Problem, das immer wieder in der Öffentlichkeit diskutiert und aktuell von den Medien aufgegriffen wird.
Ich habe lange überlegt, ob ich zu dem Thema auch noch Stellung beziehe. Aber mich erreichen einfach zuviele traurige und beunruhigende Nachrichten über Fachkräfte, die ihre Autorität und Macht benutzen und ihre Schützlinge seelischer, körperlicher und sexueller Gewalt aussetzen.
Da kann und darf ich nicht schweigen und versuche ersteinmal herauszufinden, warum es immer wieder zu solchen Übergriffen kommt. Abschließend erläutere ich, warum für mich in der Haltung, Selbstreflexion und im Ansatz der bedürfnisorientierten Pädagogik wichtige Lösungsansätze stecken, wirkungsvoll und langfristig das Verhalten Kindern gegenüber zu verändern.
Warum kommt es vielerorts verstärkt zu Übergriffen Kindern gegenüber?
Mangelnde Fachkenntnisse
Ein Grund für Gewalttaten gegenüber Kindern in Kitas kann das Fehlen von Fachkenntnissen und pädagogischem Wissen sein. Viele Fachkräfte in Kitas sind bedauerlicherweise nicht ausreichend geschult, wie sie bedürfnisorientiert, beziehungsvoll und gleichwürdig mit Kindern umgehen und Konflikte lösen können. Als Folge missbrauchen sie ihre Macht, um ihre Position zu stärken, sich durchzusetzen und Kinder zu disziplinieren.
Überforderung
Ein weiterer Grund könnte die Überforderung der Fachkräfte sein. Die Arbeit in einer Kita erfordert viel Geduld, Energie und Aufmerksamkeit. Die Verantwortung, auf eine Gruppe von Kindern aufzupassen und deren Bedürfnisse zu erfüllen, kann sehr anspruchsvoll sein. Wenn ein Fachkraft überfordert ist, kann dies viel leichter zu Frustration und Unzufriedenheit führen, was dann wiederum unangemessenes Verhalten gegenüber den Kindern zur Folge haben kann.
Persönliche Probleme
Wir alles sind Menschen und viele von uns haben ihre privaten und persönlichen Päckchen zu tragen. Persönliche Probleme wie Stress, finanzielle Probleme oder Beziehungsprobleme können sich durchaus auf die Arbeit von Fachkräften in Kitas auswirken. Wenn ein Fachkraft mit solchen Problemen zu kämpfen hat und daher mit den Gedanken viel zu sehr bei sich selbst ist, kann es schwieriger sein, auf die Bedürfnisse von Kindern einzugehen und auf diese zu achten.
Transgenerationale, Familiäre und Kulturelle Weitergabe von Haltungen und Werten
Die transgenerationale Weitergabe von Haltungen, Werten und Normen kann auch eine Rolle bei der Gewalt von Fachkräften gegenüber Kindern in Kitas spielen. Es gibt Studien, die darauf hinweisen, dass Personen, die in ihrer Kindheit selbst Gewalt oder Missbrauch erlebt haben, eher dazu neigen, Gewalt gegenüber anderen auszuüben, insbesondere gegenüber Kindern, wenn sie als Fachkräfte in Kitas arbeiten.Die Weitergabe von Haltungen, Werten und Normen kann auch dazu führen, dass bestimmte Formen von Gewalt oder Missbrauch als akzeptable oder sogar notwendige Formen der Disziplinierung oder Erziehung angesehen werden. Wenn Fachkräfte in Kitas beispielsweise aus einer Kultur stammen, in der körperliche Bestrafung als angemessene Methode zur Erziehung von Kindern angesehen wird, können sie diese Überzeugungen und Praktiken in ihre Arbeit einbringen, ohne sich bewusst zu sein, dass dies schädlich und unangemessen ist.
Es gibt also viele Gründe, warum es immer wieder zu Gewalt von Fachkräften gegenüber Kindern in Kitas kommt. Es ist wichtig, dass Eltern, Arbeitgeber und Gesetzgeber Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass Kinder in Kindertageseinrichtungen geschützt sind. Dazu gehören Schulungen für Fachkräfte, klare Regeln und Richtlinien für die Arbeit in Kitas, eine verbesserte Überwachung und Kontrolle sowie die Verpflichtung, die Kinderrechte zu respektieren und zu schützen. Nur so kann die Gewalt gegenüber Kindern in Kitas effektiv verhindert werden.
Unreflektierter Adultismus
Der Adultismus spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Gewalt von Fachkräften gegenüber Kindern in Kitas. Adultismus bezieht sich auf eine systematische Unterdrückung von Kindern und Jugendlichen aufgrund ihrer geringeren Macht und ihres Status als „nicht-erwachsene“ Mitglieder der Gesellschaft.
Adultismus manifestiert sich in vielen verschiedenen Formen, einschließlich der Überbetonung der Autorität von Erwachsenen, dem Mangel an Beteiligung von Kindern an Entscheidungsprozessen, der Verharmlosung von Kindern und Jugendlichen und der Normalisierung von Gewalt gegenüber Kindern.
In einer Kita kann Adultismus dazu führen, dass Fachkräfte ihre Autorität über Kinder missbrauchen und sich nicht an die Bedürfnisse und Rechte der Kinder halten. Es kann auch dazu führen, dass Fachkräfte Gewalt als akzeptable Form der Disziplinierung betrachten und sich nicht auf die Bedürfnisse und Perspektiven der Kinder einstellen.
Der Fachkräftemangel als Ursache
Der Fachkräftemangel kann eine Rolle bei der Gewalt von Fachkräften gegenüber Kindern in Kitas spielen. Wenn es nicht genügend qualifizierte und geschulte Fachkräfte gibt, kann dies zu einer höheren Belastung und Überforderung der vorhandenen Mitarbeiter führen. Infolgedessen kann es schwieriger sein, auf die Bedürfnisse und das Verhalten der Kinder angemessen zu reagieren und Konflikte friedlich zu lösen. Dies kann dazu führen, dass Fachkräfte ihre Macht missbrauchen und sich unangemessen verhalten, um ihre Autorität zu stärken.
Ein weiterer Aspekt des Fachkräftemangels ist, dass es schwieriger sein kann, geeignete Mitarbeiter für die Arbeit in Kitas zu finden. In einigen Fällen können unqualifizierte oder unerfahrene Mitarbeiter eingestellt werden, um offene Stellen zu besetzen, was zu einem höheren Risiko für Fehlverhalten und Missbrauch führen kann.
Fehlende Feedbackkultur im Team
Die fehlende Feedbackkultur im Team kann auch eine Rolle bei der Gewalt von Fachkräften gegenüber Kindern in Kitas spielen. Wenn es keine offene Kommunikation und kein konstruktives Feedback zwischen den Teammitgliedern gibt, kann dies dazu führen, dass Fachkräfte sich isoliert und nicht unterstützt fühlen. Dies kann zu einer höheren Belastung und Überforderung führen, was wiederum zu einem höheren Risiko für unangemessenes Verhalten und Gewalt gegenüber Kindern führen kann.
Wenn Fachkräfte sich nicht sicher fühlen, ihre Bedenken oder Probleme mit anderen Teammitgliedern teilen zukönnen, fühlen sie sich nicht selten dazu gezwungen , allein zu handeln und ihre Autorität auf eine unangemessene Weise zu nutzen.
Auf die Haltung kommt es an
Es ist wichtig zu betonen, dass keiner der vorausgegangenen Punkte als Entschuldigung für Gewalt und Missbrauch in Kitas dienen darf und sollte.
Die Haltung der Fachkräfte in der Kita spielt eine entscheidende Rolle bei der Vermeidung von Gewalt an Kindern. Es geht dabei darum, wie Fachkräfte grundsätzlich über Kinder denken, wie sie ihre Rolle als Pädagog*innen verstehen und wie sie ihre Beziehung zu den Kindern gestalten.
Eine gewaltfreie Haltung setzt voraus, dass Fachkräfte sich bewusst machen, dass Kinder eigene Persönlichkeiten und Bedürfnisse haben, die von Erwachsenen respektiert werden müssen. Fachkräfte müssen ihre eigene Autorität in Frage stellen und anerkennen, dass Kinder auch eigene Vorstellungen haben und eine Stimme haben sollten, um an Entscheidungen beteiligt zu werden. Eine gewaltfreie Haltung bedeutet auch, dass Fachkräfte Kinder auf Augenhöhe begegnen und ihnen mit Respekt und Wertschätzung begegnen.
Es ist wichtig zu betonen, dass die Haltung der Fachkräfte nicht nur Auswirkungen auf die direkte Arbeit mit den Kindern hat, sondern auch auf die Zusammenarbeit im Team und auf die Qualität der pädagogischen Arbeit insgesamt. Eine positive und respektvolle Haltung gegenüber Kindern fördert eine gute Arbeitsatmosphäre im Team und kann dazu beitragen, dass Missstände oder Probleme offen angesprochen und gemeinsam gelöst werden können.
Biografische Selbstreflexion führt zur Gewaltvermeidung
Die biografische Selbstreflexion ist ein wichtiger Aspekt, um Gewalt durch Fachkräfte an Kindern zu verhindern. Es geht dabei darum, dass Pädagog*innen sich bewusst machen, wie ihre eigene Kindheit und ihre Erfahrungen sie als Erwachsene prägen und wie sich das auf ihre Arbeit mit Kindern auswirken kann.
Oftmals sind die eigenen Erfahrungen und Erlebnisse als Kind tief in uns verwurzelt und beeinflussen unbewusst unser Handeln. Das kann sowohl positiv als auch negativ sein. Wenn Pädagog*innen sich ihrer eigenen Erfahrungen und Erlebnisse bewusst sind, können sie ihre eigene Haltung und ihr Handeln reflektieren und gegebenenfalls anpassen.
Eine biografische Selbstreflexion kann dazu beitragen, dass Pädagog*innen sich ihrer eigenen Vorurteile, Ängste und Unsicherheiten bewusst werden und diese gezielt angehen. Sie können ihre eigene Reaktion auf bestimmte Situationen überdenken und alternative Handlungsmöglichkeiten entwickeln, die den Bedürfnissen der Kinder besser gerecht werden.
Eine biografische Selbstreflexion kann jedoch auch dazu beitragen, dass Pädagog*innen sich ihrer eigenen Ressourcen und Stärken bewusst werden und diese gezielt in ihrer Arbeit mit den Kindern einsetzen. Sie können ihre eigenen Erfahrungen nutzen, um empathischer und verständnisvoller auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen.
Die Bedürfnisorientierte Pädagogik als wichtiger Schlüssel
Die bedürfnisorientierte Pädagogik ist in der Arbeit mit Kindern in Kitas von großer Bedeutung, da sie dazu beiträgt, die Bedürfnisse und Perspektiven der Kinder in den Mittelpunkt zu stellen und eine sichere, unterstützende Umgebung zu schaffen, die ihre gesunde Entwicklung und ihr Wohlbefinden fördert.
Eine bedürfnisorientierte Pädagogik bezieht sich auf eine pädagogische Herangehensweise, die die Bedürfnisse und Perspektiven der Kinder in den Mittelpunkt stellt und sich bemüht, ihre emotionalen, sozialen und kognitiven Bedürfnisse zu erfüllen. Es geht darum, eine Beziehung auf Augenhöhe zwischen Erwachsenen und Kindern zu schaffen, in der Erwachsene respektvoll auf die Bedürfnisse und Perspektiven der Kinder eingehen und sie dabei unterstützen, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und ihre Fähigkeiten und Stärken zu entwickeln.
Eine bedürfnisorientierte Pädagogik kann dazu beitragen, die Gewalt von Fachkräften gegenüber Kindern in Kitas zu reduzieren, da sie ein Umfeld schafft, in dem Kinder sich sicher, unterstützt und respektiert fühlen. Indem sie ihre Bedürfnisse und Perspektiven berücksichtigt, können Fachkräfte ihre Herangehensweise an die Arbeit mit Kindern anpassen und sicherstellen, dass sie den Bedürfnissen jedes Kindes gerecht werden.
Darüber hinaus kann die bedürfnisorientierte Pädagogik dazu beitragen, die Entwicklung und das Wohlbefinden der Kinder zu fördern, indem sie ihre emotionale und soziale Kompetenz stärkt, ihre Selbstwahrnehmung verbessert und ihnen ermöglicht, ihr Potenzial auszuschöpfen. Sie schafft eine Umgebung, die die Kreativität, Neugierde und den Entdeckungsgeist der Kinder unterstützt und ihnen ermöglicht, ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten zu erkunden und zu entwickeln.
Zusammenfassend ist die bedürfnisorientierte Pädagogik in der Arbeit mit Kindern in Kitas von großer Bedeutung. Sie unterstützt die gesunde Entwicklung und das Wohlbefinden der Kinder, indem sie ihre Bedürfnisse und Perspektiven in den Mittelpunkt stellt und eine sichere, unterstützende Umgebung schafft. Sie trägt dazu bei, die Gewalt von Fachkräften gegenüber Kindern zu reduzieren und eine respektvolle, unterstützende Beziehung zwischen Erwachsenen und Kindern zu fördern.
Eine gewaltfreie Haltung muss jedoch nicht nur als individuelle Einstellung verstanden werden, sondern sollte auch durch die Strukturen und die Organisation in der Kita unterstützt werden. Eine bedürfnisorientierte Pädagogik, eine angemessene Personalausstattung, die Bereitschaft zur biografischen Selbstreflexion und eine offene Feedbackkultur sind wichtige Faktoren, die dazu beitragen können, eine gewaltfreie Haltung zu fördern und zu stärken.
Es lohnt, darüber im Rahmen der Kinderschutzkonzepte, die gerade vielerorts entwickelt werden, für sich selbst und gemeinsam im Team nachzudenken.
Setz dich ein für eine gewaltfreie, bedürfnisorientierte und beziehungsstarke Kindheit und sei Teil der Veränderung
Deine Anja
Veranstaltungshinweis: Fachtag zur Gewaltfreien Erziehung
An dieser Stelle möchte ich dich noch auf den Berliner Fachtag zur Gewaltfreien Erziehung am 30.04.2023 aufmerksam machen. Dort werde ich als Referentin gemeinsam mit Lea Wedewardt, Inke Hummel, Sebastian Lisowski, Denise Nobis und Aida S. Rodrigues verschiedene Vorträge und workshops anbieten.
Hier erhälst du weitere Infos und kannst dich entsprechend anmelden.
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